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Theude. Ja, deine Mutter ist hier; aber meine Mutterist in Rom! Hast du meine Mutter in Rom gesehn, Flavins?
Flavins. Ist Das dein Sohn? Du hast ihm schon Waf-fen gegeben?
Theude. Ja, ich bin Thusnelda's Sohn, und ich habebei dem Schwert . . Soll ich es ihm sagen, mein Vater?
Flavins. Was wolltest du mir denn so gern sagen, lieberKnabe?
Theude. Ich heiße Theude! und ich wollte dir sagen, jaich sage dir, daß ich meiner Mutter Thusnelda Rache beidem Schwert geschworen habe! <Z» JtaluS.) Was küssest dumich, Römer? Nicht noch ein Mal, sage ich dir!
Flavins. Gewiß, ihr Fürsten, ihr seyd sehr gegen unsaufgebracht, daß ihr eure Sohne so früh zur Rache . .
Th ende. So ein Schwur macht lüstern nach den Adlern.(Er läuft »ach MalwcndS Adler hin »nd geht ihn an.) Sv vorMana! So durch Säuglingsmvrderblut! So durch das Blutihrer Feldherrn! Flavins! Was hat dir Malwends Adlergethan, daß du ihn auch nicht ein Mal ansiehst?
Vrcnno. Thende! wo bist du? Komm! Komm!
(Sr küßt Theude und hält ihn in seinen Armen.)
Latniald. Aufgebracht, Flavins?
Nrenno. Katwald, Wodan war bei Teutoburg auch etwaswider sie aufgebracht!
Flavins. Ha! ich weiß es wohl, wie ernsthaft ihr eswieder vorhabt.
Nrcnna. Weißt du auch recht, wie ernsthaft? Wie derTod, so ernsthaft! wie das Stillschweigen unsrer Schlachtfel-der, wenn nun Alles vorüber ist! So wird es nun bald miteuch seyn, und Jupiter muß dann Gvtterbotschaft vor unserem