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dir dieß Trinkhorn vor, Römer? Doch, du trinkst aus zier-lichen Schalen; also wohl ziemlich barbarisch?
Flavins. Du scheinst große Trinkhvrner zu lieben.
Latwald. Ja, Die liebt er! Das zweite, Gambriv, dasdu vom Rande herunter leertest, schmeckt dir auch wohl jetztnoch sehr köstlich nach?
Vambriv (zu Flavmö). Was kann ich dafür, daß der Nr,den ich erlegte, und von dem ich das Horn nahm, so großwar? Ihr jagt wohl drüben über den Gebirgen nichts alsRehe, oder fangt Vögelchen. Wie haltet ihr's, wenn ihr nuneins von denen mitgefangen habt, die euch Schlachten, wiees ihrer in Deutschland gibt, zu weissagen pflegen? Laßt ihres in der Angst fliegen, oder rupft ihr's?
Flavins. So ein's machen wir kirr; und so wird's klü-ger und weissagt Sieg.
Hcrmann. Damals, da ich Brenno erbat, die Lose nichtzu werfen, lag unser Vater todt vor uns, und ich wußte esnicht. Du erräthst, welche Einwilligung hierdurch die Göttervon mir abwandten. Willst du sie wegen des letzten Blutesdeines Vaters nicht aussöhnen, das ihm in einer Schlachtfloß, in der du wider ihn strittest?
Flavins. Ich habe den Tod meines Vaters beweint,nicht ohne Verwunderung, daß er, der kühne Krieger, soalt geworden war.
Vrcnno. Du hättest damals die Thräne noch gekannt?Es ist umsonst, Hermann, daß du dieß Römerherz bewegenwillst.
Hermann. Ich traue Siegmars und Bercennis Sohnenoch Viel von dem Herzen eines Deutschen zu.
Flavins. Ist meine Mutter in dem Lager?