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Gambrir. Weissage uns, Druide, wie der Cäsarssohnseinen Ernst fortsetzen wird.
Drciiiio. Ihr macht mir das Weissagen sehr leicht.So höret denn, was ihr euch selbst sagen könntet, wennihr die Dinge ansehn wolltet, wie sie sind. Wofern Cäcinaentkömmt, und ihr auch dann Hermann hindert, mit denRömern zu schlagen, wie der Deutsche allein mit ihnenschlagen muß: so kann und so wird die Rache des Casarsnoch fürchterlicher seyn, als wir sie erwarten mußten, da erkam. Denn nun hat er nicht nur Varus zu rächen, sondernauch sich selbst. Acht Legionen geschlagen! Sind sie es etwanicht? und ist er vielleicht dem Rheine nicht zugeflohn? Undacht Legionen, die er durch den Anblick der Unbegrabenenbei Teutoburg entflammt hatte! Und jetzo diese quälende Un-ruh', was das Schicksal der vier Legionen seyn werde, vondenen er weiß, wo sie sind und von Wem sie (denn meintihr etwa, daß er auch an euch denkt?) von Wem sie umringtsind! Ihr sehet doch, daß es der Rache des Cäsars nicht anNahrung gebricht fortzuglühn? Wann wird sie enden, dieseschreckliche Rache? und womit? Denn ihr lasset gewiß nichtab, Hermann zu widerstehn! Nur Eins kann uns Rettungseyn. Die Fürsten Deutschlands haben sich dem Neide gegenHermann verwünscht. Dem gleichen Neide gegen Germani-cus, eben diesem Scheusale, verwünsche ich dich, — und nichtumsonst, denn du bist mir bekannt, — dich, großer Imperatorin Rom, damit du den Cäsar mitten ans seinen Siegenzurückrufst und wir durch diese unsere einzige Rettung ge-rettet werden!