Hermann. O, wenn Das wäre! Aber die Fürsten ekeltvor unsrer Waldschlacht, vor Siegmars Schlacht, vor derSchlacht ihrer Väter! Sie wollen dem alten Krieger Cäcinasein festes Lager stürmen!
Drcnnci. Also ist cs!
Ingo mar. Ja, Brennv, eh' der Mond aufgeht, sollstdu Wodan unter den Leichen der Ueberwundenen im Lageropfern.
Nrenno. Nur Wodan weiß, wann und wo wir ihmopfern werden, und nicht ihr! und nicht ich! Auch Das weißich nicht, wie ihr schlagen müßt; aber doch frage ich euch:habt ihr diese beiden Siegstage durch die Waldschlacht ge-siegt? oder habt ihr ein Lager erobert?
Ärpc. Heut Dicß! morgen Das! Das Blutspiel hatvielerlei Würfe!
Nrenno. Wodans Schild auch! und manchmal fällt Todheraus. Bist du denn nicht Feldherr, Hermann?
Vambriv. Die Fürsten sind Feldherrn, Druide!
Nrenno. Und Cäcina Sieger! Ach, ihr Götter, nun ver-steh' ich sie ganz, die Fürsten! Ich bin alt, mich hat schonoft verlangt, zu Siegmarn hinzugehn; aber unsre kühnenedlen Jünglinge, die diese beiden Tage nichts als Varusgedacht haben! unser ganzes Volk, welches weiß, daß es nochniemals Einer dieser schwindelnden Eroberer so blutig ernst-haft mit uns gemeint hat, als dieser Germanicus, dieserCäsarssohn, den uns Tiberius mit acht Legionen zusandte!
Ein Hauptman». Deine Fürstinnen sind nun endlichangekommen.
Ärpc. Führe sie herauf. Wo sind sie?
Der Hauptmaiin. Sie haben deine Erlaubniß vermuthet.Sie sind in der Nähe. (Der Houptnmnn geht.)