mir der Tag nicht mehr leuchtet! Ich habe bei den Siegernseyn wollen. Das ist die Zweite! Ja, die Sieger habenWodan mit mir opfern sollen. Und nun geschieht es ja auch.Nun, so bist du denn hier. Deine Hand, mein Sohn Her-mann, denn ich kann dich nicht sehn!
Hermann <er umarmt Brenm». Ach Brenno! du Freundmeines ehrenvollen Vaters so lange; und meiner auch solange, schon seit meinen ersten Waffen! mein Lehrer, meinFührer durch That! Cr ist todt, dein alter Freund, undach, er . .
Brenno. Klag' ihn nicht! Er ist in Walhalla, und hatjetzt gute Botschaft von uns.
Hermann. Ja, Brenno, drei meiner liebsten Kriegs-gefährten sind zu ihm hingegangen.
Brenno. Komm her, du guter Hermann, du edler Sohnmeines alten Freundes, daß ich dich noch ein Mal umarme!Nun, Thuiskons und Mana's Glück zu deiner neuen Teuto-burgschlacht! Hat Cäcina seine Botschaft auch schon hin-untergebracht?
Hermann. Ihr Fürsten, ich kann es ihm nicht längerverbergen! Ich bin im Elend, Brenno! Wir können sievertilgen, und die Fürsten wollen sie nicht vertilgen, Brenno!Verzeih mir, daß mir die Thräne herunterstürzte!
Brenno. Tröste dich, ich habe dir nichts zu verzeihn.Da die Thräne dir floß, da floß Römerblut! Aber wassagtest du sonst noch? Ich verstand dich nicht.
Hermann. Sie wollen Cäcina zu Germanicus entkom-men lassen.
Brenno. Ich versteh' dich noch nicht. Du willst michalten Mann mit zu viel Freuden überhäufen, darum sagstdu mir so Etwas, und hernach soll ich es viel anders hören!