167
Hcrmaini. Mein Sohn, der Fürst der Marsen.
Theude. O, Malwend, Malwend! der den Adler hat!Dn lächelst mich so an! Was soll ich küssen? die Lanzeoder das Schwert?
Malmend. Erst sollst dn mich küssen, Hermanns nndThusneldens Sohn!
Theude. O, nenne mir meine Mutter nicht, sonst mußich weinen. Sie ist bei den Römern, nnd mein BruderThnmeliko auch.
Malmend. Weine nicht. Sie werden nicht immer daseyn. Was willst du nun küssen? die Lanze hier, wo sieblinkt? oder das Schwert hier vorn?
Th ende. Beides, Beides, edler Marse, der den Adler hat!
Gambriv. Mich gehst dn vorbei?
Hermann. Warum soll ich dich nicht vorbeigehn?
Malmend. Ich muß deinen Sohn noch ein Mal um-armen, Hermann.
Thcudc. Ach, Malwend!
Katwald. Aber gib mir ihn auch. Ich Hab ihn dochnoch lieber als du.
Thende. Und Wer bist denn du?
Latwald. Ich bin Katwald. Aber du kennst mich nicht.
Theude. Ich kenne dich wohl! Du bist Malwends Bru-der, der junge, kühne Fürst Katwald, der schnell wie derPfeil ist und sanft wie die Blumen.
Hermann. Gib du sie ihm. Ich bin durch zu Vielesgerührt. Es ist Alles schwarz um mich!
Katwald. Aber du doch wenigstens Eins.
Hermann. Mach' mit mir, was dn willst.
Katwald. Stelle dich in die Mitte der Fürsten, Thende.
Theude. Weißt du meinen Namen, Fürst Katwald?