Hermann. Auch die Verwundeten fechten in der Wuth,wenn sie sehn, daß sie sterben sollen. Aber todt werden dieseVerwundeten sepn, wenn nun der Mangel an Allein dieLegionen in wenigen Tagen heraus treibt.
Ingomar. Die Verwundeten und die Unoerwundetenhaben schon jetzt nichts als Wurzel und Quell. Wir müssendafür sorgen, daß es nicht zu lange daure bis zu ihrem Mahlebei Pluto. Du bist ja sonst auch für die frühe Ausführung.
Hermann. Aber nicht dann, wenn der Ausgang so un-gewiß ist. Diese vier Legionen sind so schwach nicht, als ihrglaubt. Sie müssen sich mit Germanicus, ans den sie stolzsind, wegen ihrer Empörung aussöhnen, und Cäcina denktvielleicht jetzt, da wir uns so schnell entschließen, eine That,die seinen vierzigsten Feldzug mit Triumph endigen kann.
Malwcnd. Und wir denken Eine, die ihn mit Todeendigen soll!
LatunUd. Ich kenne dich, mein Bruder, und weiß, wiekühn du bist, und ich verdiene auch, dich ein Wenig zu ken-nen, denn ich seh' es vorn an der Tribunlanze auch gernblinken: aber dennoch wollte ich, daß Hermann Dieß gesagthätte.
Malwcnd. Bei den Göttern, ich liebe Hermann undneide ihn nicht, aber ich habe es gesagt!
Hermann. Verzeih' ihm, er war zu sehr mein Freund.Ich möchte nicht gern wider ein Heer fechten, das du führ-test; aber desto lieber mir diesem Heere. Es ist gewiß, Mal-wend, wer es versteht, kühne Thaten recht genau zu beur-theilen, wer sie mit jener scharfen Sonderung unterscheidet,die Dem, welcher sie thut, allein Freude macht. .
Latwald. Verzeih', ich will nur ein Wort sagen. Nie-mand kennt Fürst Gambriv so genau als ich. Ich kenne