Druckschrift 
7 (1844)
Entstehung
Seite
161
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Hermann. Du denn, Fürst der Bructerer, und du, denich nicht kenne, sagt mir, warum ihr das Blut eurer Krie-ger und die Freiheit Deutschlands (ich sage nicht die Ehre,sür die wir jetzt nicht streiten dürfen, denn Germanicnsmeint es ernsthafter mit uns, als es jemals Einer dieserstolzen Eroberer gemeint hat), warum ihr dieses Alles sowenig achter, daß ihr den ungewissen Ansgang dem gewissenmit dieser Entschlossenheit vorzieht? Ihr schweigt? Wenmeintest du, Katwald?

Latwald, Gebeut mir, daß ich Cäcina's Helm herüberbringen soll; so will ich hingehn und sterben! Aber Dießkann ich dir nicht sagen.

Jngomar. Mein Sohn Hermann, oder Siegmars, wenndu meiner heut' vielleicht nicht seyn magst, die Fürsten habenden Entschluß gefaßt, weil dann weniger Blut ihrer Kriegerfließen wird und wegen der Freiheit Deutschlands, auch we-gen der Ehre, denn uns schreckt Germanicus nicht, wie dich,haben sie den Entschluß gefaßt, Cäcina und die Legionen imLager zu vertilgen.

Hermann. Höre mich, mein Vater Jngomar! Du lieb-test und du ehrtest deinen Bruder Siegmar. Er war meinLehrer. Wenn ich mit ihm ging und wir am Quell ans-rnhten, so bildete er mir Nvmerlager mit der Lanze imSande. Er hatte Casars Lager gesehn. Cäcina ist ein alterKrieger, wie du. Das Lager, das wir angreifen wollen, ist,wie Casars Lager waren.

Ärpc. Und in diesem Lager ist?

Hermann. Nicht Cäsar, aber doch Cäcina und vier Le-gionen.

Jngomar. Die Legionen sind schwach, sie haben vieleVerwundete.

Klox stock, dram, Werke. II.

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