ihn bis auf die Bedeutung jeder Stirnrunzel, die er wölkt.Du hast vielleicht die Wolke nicht einmal gesehn, die er überdie scharfe Sonderung znfammenzog. Gambriv! wer sich aufkühne Thaten so genau versteht, wie mein Forsthund Snirrden Ur wittert, oder wie Garm die Seele eines Fried-fertigen.
Gambriv. Höre, Katwald, mach mich glückselig undstirb nicht in der Schlacht! Hermann, dieser junge Rednerhat, ehe du kamst, auch mit den Barden gesungen.
Hermann. Das habe ich auch wohl ehe gethan. Wer kühneThaten versteht, der setzt uns weit über die gepanzerten undgehelmten Römer. Unsere Schilde sind nur zu zwei Dingengut, zu zeigen, daß wir zu kühn sind, und sie gegen die Sonne zuhalten, damit wir den Feind ungeblendet sehn können. DerRömer deckt seine geharnischte Brust auch noch mit einemehernen Schilde. Und wie ist seine stählerne Lanze zum Todegespitzt! Und außer diesem Allen nun noch unsre Schlacht-bewegung, gegen die römische! Die Legion ist sogar überdem Phalanr der Griechen. Er ist eine Hand mit zusam-mengewachsenen Fingern, sie die nicht mißgeborne Hand!
Gambriv. Unsre Schlachtordnung ist geballte Faust!
Hermann. Im Anfänge; aber bald nach dem erstenBlute, als wären dir die Finger abgehauen und zerstreut,und du wolltest doch das Schwert damit führen. Die Römerwissen das Alles sehr gut, ob sie gleich bei ihren Triumphennicht davon singen. So weit uns also unsre Kühnheit auchüber sie erhebt; so müssen wir doch vor dem Triumphwagenmit fort, immer in der Kette mit fort, hinauf zum Kapi-tol, wenn wir unsre Waldschlacht verachten und im offenenFelde mit ihnen schlagen. Aber Das ist uns nicht einmalgenug, wir greifen sie noch dazu in ihren Lagern an!