Druckschrift 
7 (1844)
Entstehung
Seite
154
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er nur bei ihren nicht vorhergesehenen Wendungen zn gebie-ten habe. Hermann kommt nicht. Es hindert uns nichts,zu rathschlagcn. Es ist einerlei, ob er etwas früher oderspäter sein Wort sage. Ich will mich den Fürsten Deutsch-lands durch nichts empfehlen; aber Das darf ich laut sagen,daß ich Kricgserfahrung habe. Wenn ihr der Sklaven mehr,und die Beute in einem Haufen bei einander und unver-sehrt haben, wenn ihr den Römern zeigen wollt, daß ihreLager sie nicht mehr schützen können, so greift ihr Cäcinain seinem Lager an.

Arpc. So dachte ich gleich, da Cäcina die erste Schaufelansetzte.

Malwend. Beute ist nicht Ehre!

Inga mar. Sind denn die goldnen Schilde in unfernHallen etwas Anders, als Ehre? Schmelzen wir sie etwa,wie die Römer es machen würden?

Maiwcnd. Die andre Beute denn. Doch, die Römerdie Unsicherheit ihrer Lager kennen zn lehren, Das ist Ehre,und große Ehre! Allein die Ausführung dsr kühnen Unter-nehmung ?

Ingomar. Du zweifelst an Denen, die schon zwei Tagegesiegt haben? an dir? und an uns?

Malwend. Ich bin nur ungewiß, ob wir's genug ver-stehn, ein Lager zu erobern.

Ingomar. Was ist denn deine Ungewißheit? Die Aus-füllung der Graben? oder die Ersteigung des Walls?

Malwend. Ob unser Heer in Ordnung bleibt, sichüberall unterstützt, bei der Ausfüllung und Ersteigung Ge-harnischten nicht erliegt, die wissen, daß sie sterben sollen!

Vambriv. Und sterben, so geharnischt sie auch sind!Sagt mir, ihr Fürsten,^ ob ihr glaubt, daß Hermann für