lassen möchte, fand sich selbst dazu geneigt. Aber eben soabgeneigt vor dem Anträgemachen und Ausbietcn einerWaare, die hätte gesucht werden müssen, trug er mir, alsich zur Ostermeffe 1788 nach L .. . . eine Pilgerschaft antrat,die Freundessorge auf, ihm einen Sofias auszumachen, derdas, Cedernkästchen dafür besorgte."
Cramer glaubte sich, wie er sagt, an keinen liberaleren,von der Dignität und Agamemnonschaft dessen, der anfragenließ, gehörigere Begriffe habenden wenden zu können, alsan Herrn G*. Aber wie sehr fand sich Cramer getäuschtund wie sehr war er erstaunt, als ihm, nachdem er diemerit.1 e.-uisrw seines Gesuchs entwickelt hatte, Einwendun-gen und Aumuthungen dabei gemacht wurden, die hinsichtlicheines Werkes von Klopstock über Friedrich den Großen(die pikanteste Materie von der Welt) zu hören er durchausnicht erwartet hatte. Nach einigen gewechselten Neben undGegenreden schied Cramer unverrichteter Sache von dannenund machte bei keinem andern Buchhändler, zu seiner nach-maligen großen Reue, einen weiteren Versuch zur Anbringungdes köstlichen Werkes. Bei seiner Rückkehr nach Hamburghütete er sich wohl, den genauen Detail seiner Verhand-lung kund zu thnn und schützte irgend eine Ursache desMißglückcns vor. „Älopstocks Herausgabelust," heißt esin diesem Schreiben weiter, „war auch in etwas erkaltet.Er dachte die Bruchstücke noch zu vermehren und über dieseund jene Data Berichtigungen einzuziehen." Unmittelbardarauf begann die große Zeit der Revolution. Klopstock nahmdas lebhafteste Interesse an dieser Weltbegebcnheit, von wel-cher er Großes hofftcg sie zog ihn von jenem Gegenständeab. Wie schmerzlich er sich aber in den von derselben geheg-ten hohen Erwartungen getäuscht sah, wie sehr ihn ihre