Klopstocks neunzehntem Jahre, geschrieben waren, rühmlichsterwähnt,* haben wir keine Spur mehr.
Von einer Charfreitagsrede in deutschen Alexandrinern,wobei ihm der Rector in Schulpforte, wider die Gewohn-heit, die Wahl der Materie frei ließ, hat Klopstvck gegenC. Fr. Cramer selbst geäußert, „daß er sie wohl noch zu be-sten wünsche," da sie schon viel von der Eigenthümlichkeitseines Geistes an sich getragen haben mag. **
Auch von seinen Oden, die er seinen Freunden gewöhn-lich in Abschrift mitznthcilen pflegte, von denen er aber oftfür sich selbst keine zurückbehielt, ist manche ganz verlorengegangen, wie man z. B. aus einem seiner Briefe deutlichersehen kann. Eben so wird im ersten Theile der „Auswahlaus Klopstvcks Nachlaß, Leipz. 1821," S. 296, einer OdeKlopstocks auf Nelson erwähnt, welche er dem großen Künst-ler Flarmann geschickt habe, die aber jetzt ausfindig zumachen wohl sehr schwer halten würde, da es die in dieserStereotypansgabe Bd. 5 S. 8 befindliche, in welcher eineNelson betreffende Strophe als zurückgenommen nur in derAnmerkung steht, wahrscheinlich nicht ist.
Den größten Verlust aber hat wohl die deutsche Nationan einer Arbeit Klopstocks erlitten, deren Schicksal im Fol-genden etwas näher betrachtet zu werden verdient.
Im Morgenblatt, Jahrg. 1808 Nr. 90 und 91 wirdein Fragment eines Briefes an Gronveld in Kopenhagen,datirc von Paris den 18. März 1807, aus C- Fr. Cramersungedrucktem Tagebuche und Briefwechsel, mit derUcberschrift: „lieber das Schicksal eines Klopstvckschen
' Siche C. Fr. Cranierö Schrift: Klop stock; Er und über ihn.
Hamb. i?so. i. Th. s'i. S. Am».
" S. ebendies. Schr. i. Th. S7. S. ff.