Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
Seite
487
Einzelbild herunterladen
 

L87

Die Verlagshandlung der vorliegenden neuesten Auflageder Stereotypausgabe in Schillerformat hat den Verlagsämmtlicher Werke Klopstocks käuflich au sich gebracht und, umden Käufern derselben Nichts von Wichtigkeit vorzncnthalteu,in dieselbe aus den von Back und Spindler gesammelten Sup-plementen Alles ausgenommen, was nur einigermaßen vonallgemeinem Interesse und historischer Wichtigkeit zu seynschien, so daß diese Ausgabe eine reich vermehrte genanntwerden kann. Daß aber bei Aufnahme eines so bedeutendenZuflusses in einer Stereotypausgabe nicht die Ordnunggetroffen werden konnte, wie sie wohl zu wünschen wäre,versteht sich von selbst. Dabei hat sie aber auch die fastunbegreiflicher Weise unter Klopstocks Werke seit demI. 1804 mit aufgenommenen hinterlassenen Schriften derMargaretha Klopstock wohl mit Recht von dieser Ausgabewieder ausgeschlossen. Was übrigens aus den erwähntenSupplementen der Aufnahme in dieselbe nicht gewürdigtworden ist, wird man, mit Ausnahme einiger Oden undmehrerer Briefe, durch eine Vergleichung des früher ange-gebenen Inhalts derselben leicht erkennen, so wie man überdie Quellen des daraus Aufgenommeneu durch die jedesmalVorgesetzten Titel hinreichenden Aufschluß findet.

Außer den erwähnten und in dieser Auflage enthaltenenWerken hatte Kl. noch manche und zum Theil solche für denDruck bestimmt, deren Nichterscheinen als- ein schmerzlicherVerlust für unsere Literatur zu betrachten ist. Von seinenfrüheren Versuchen idyllischer Dichtungen sowohl in derdeutschen als in der römischen und griechischen Sprache, derenein gewisser Janozky in einer 1745 herausgegebeuen Samm-lung von Briefen, die aber schon 1743, also ungefähr in