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Nachschrift von Klopstock aus einem Briefevon Schmidt an Glei m. Lpzg. 9. Mai 1750.
Ich kann Ihnen das jetzt nnr sehr kurz sagen, mein lieberHerr Gleim, was ich Ihnen bald in einem langen Briefeschreiben werde. — Ich habe Sie so lieb, daß ich, Ich wagees zu sagen, bald mit Kleist um Ihr Herz streiten werde.
13.
Klopstock an Gleim.
Laiigcnsalra, am Tage vor Pfingsten(den 17. Mai) i7so.
Mein liebster Herr Gleim!
Wie glücklich bin ich, daß die Zeit so nah' ist, daß ichSie sehen werde! Da sollen Sie sehen, was ich für ein Herzhabe, und mit was für einer unhomerischen Miene ich Sieumarmen will. Wären Sie nicht in Leipzig gewesen, undhätten da meine Reise in Ihre Gegend erfahren, so hatte iches mit Ihnen ganz anders vor. Ich wollte ein Reisenderseyn, der Sie und mich kennte, ich wollte bei mir schon ge-wesen seyn, und zu Kleist erst noch reisen wollen. Michlobte ich nun ein Bischen, sonderlich von der Seite desHerzens, das versteht sich! Da hätte ich Sie nun ausforschen,da hätte ich Ihnen die ersten Winke herauslocken wollen, wie