dem sei. Henzi. Ich lobe ihn gleichwohl wegen seines ge-setzre» Wesens. Ich würde ihn aber noch mehr und nochherzlicher loben, wenn er wie Lord Kilmarnok gesagt hätte:„Ach, Fester, es ist dennoch sehr schrecklich!" — Die Odeim sechsten Stück vermischter Sammlungen: Wie in ein-samer Nacht — ist von Schmidcen. Wie gefällt Ihnenim vorigen Stücke LIiev^-LImsse-Jagd, und ihre Nachah-mung? die Auferstehung? Ich werde künftig Cramernnicht mehr Cr amer, sondern den Verfasser der Auferstehungnennen. Die beiden ersten Strophen, und die: „Wie herrlichist der Leib voll Narben" — scheinen mir ganz unnachahmlichzu seyn. Solche Oden nenne ich Psalmen. Ich habe mirschon ehmals vorgenvmmen, auch einmal Psalmen zu schreiben.Ihre französische Ucbersetzuug der Ode: Wenn ich einsttodt bin hat meine alte Liebe zur griechischen Sprache wiederaufgeweckt, und in dieser habe ich in dieser Hitze einliegendeStrophen übersetzt. Vielleicht dünkten sie Vielen nichtwohl griechisch; vielleicht hätte Alcäus selbst nicht andersgeschrieben, wenn er in gleichen Umständen gewesen; viel-leicht -Weil ich die Zeit meiner Abreise von hier noch
nicht feststellen kann, so werde ich Ihnen von hier aus odervon Leipzig nochmals schreiben. Es ist mir sehr angenehm,H. Schultheß zum Reisegefährten zu haben.
Ich habe an Werlhof in Hannover einen braven Freundgefunden, der suchen wird, den an den Prinzen dedicirtenMessiaS durch einen Herrn von Schräder, der dietem;,oru s.'mcli beim Prinzen kennt, überreichen zu lassen.Ich bin sonst ein so großer Hasser der Zuschriften, als ichvon ganzem Herzen bin Ihr Freund
Fr. Gottl. Klvpstock.