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Klo pflock an Bodmcr.
Langensalza, iz. Septbr. i?4s.
Hochedelgebvrner Herr,
Theuerster Freund!
Ich bin jetzt beinahe von einer Krankheit ganz wieder her-gestellt, die etliche Wochen hinter einander gewährt, und die,ob sie gleich nicht eben außerordentlich gefährlich war, michdoch sehr oft mit jener Welt beschäftigt hat. Ich habe zudieser Zeit diese Verse gemacht, die ich Ihnen anvertraue,und die kein Freund von geringerm Mnthe als Sie und ichlesen darf. Sie heißen:
Sey nur gegrüßt! ich sehe dich schon, dem Gvttmensch erlösteHimmel, mein ewigeS Land, der du mich im Schooße deS FriedensUnter den Schlafenden GotteS empfängst; indeö deckt die ErdeMeine Gebeine, schon ißt (so wolle eS mein hoher Erlöser!)
Da noch nicht mein heiliges Lied zu Ende gebracht ist.
Jßo sollten die Lippen sich schon, die ihn zärtlich besangen,
Ißt schon sollten die Augen, die seinetwegen vor FreudenOftmals weinten, sich schließen, ißt sollten schon meine FreundeUnd die Engel mein Grab stilllächelnd umgeben, und denken:
ES sind GotteS Gedanke» nicht unsre Gedanken, sein Weg istUnser Weg nicht! So beweint will ich schlummern, biS ich erwache^
Ein Gott würdigcrS Lied der neuen Erde zu singen.
Ich bin jetzt so ziemlich in diese Welt zurückgekehrt, undda ich in meinen vorigen Gedanken an Sie gewohnt war,so ist es mir in dieser Welt sehr natürlich mich mit Ihnenzu beschäftigen, und zwar auf eine Art, die Sie vielleichtnicht vermuthet hätten. Ich stelle mir Ihren freundschaftlichen