Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
Seite
386
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Schicksal meiner Liebe wißen? Ich kann Ihnen nichts weitersagen, als daß es mir itzt wahrscheinlich verkömmt, daß ichgeliebt werde. Sie werden leicht sehen, daß bei mir nichtwenig zu dieser Wahrscheinlichkeit gehört. Wie glücklich wäreich, wenn ich erst mit völliger Gewißheit sagen könnte:

Wie stolz war ich, sie zu gewinnen;

Auch dieser Ruhm verewigt sich!

Veneider sie, ihr Königinnen!

Und Könige, beneidet mich!

Sehr viel kömmt hiebei darauf an, daß ich mein Glückmache. Wie groß wird itzt das in meinen Augen, wassonst so klein in denselben war! Ich weiß von Ihnen gewiß,daß Sie hiebei thun, was Sie thun können. Und welch eintheurcr Freund werden Sie mir dadurch!

Von ihr geliedct will ich dir feuriger

Entgegen wallen

Den Engländern bekannt zu werden, kann mir vielleichteinen Weg bahnen. Der H. von Hagedorn hat gemeint,ich müßte durch van den Hoek in Göttingen ein Exemplaran den Verfasser der Uebersetzungen aus dem Haller inOentlsmsns Alnzarin besorgen lassen. Wollten Sie wohldeßwegen an Hallern schreiben, doch so, daß Sie IhrenBrief nicht an mich einschlügcn? Ich weiß nicht, ob ich meineEntschließung, an Glover zu schreiben, nicht ändern werde.Bestrafen Sie mich nicht, und antworten so langsam,.als ichmeine Antwort lange anfgcschoben habe. Ich bin Ihr

Fr. Gottl. Klvpstock.