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10 (1844)
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da ist. Sie wollen den Messias in der Sprache desTa sso recensiren. Es ist mir ein großes Vergnügen, denVerehrern des Tasso nnd den Bewunderern des Angelobekannt zu werden. Ich habe in meiner Jugend den Namendes Tasso nie ohne Ehrfurcht nnd Unruhe nennen hören;und das Gemälde des Angelo vom Weltgericht zu sehen,möcht' ich allein nach Rom reisen können. Schicken Sie mirdiese Reccnsion, sobald sie gedruckt ist. Jede Zeile IhresBeifalls ist mir ungemein schätzbar. Ein vielleicht zueigensinniger Widerwille wider die Zuschriften ist Ursache,daß ich Ihnen noch zu überlegen gebe, ob es nicht besser sey,dem Prinzen von Wallis mit einem Privatschrciben denMessias zuzuschicken; nnd vielleicht wird dieß auch einFremder auf eine bequemere und mehr fruchtende Art thunkönnen, als der Verfasser. Eröffnen Sie mir hierüber IhreGedanken so frei, wie ich Ihnen die mcinigen schreibe, undmelden Sie mir, ob Sie vielleicht daö letzte übernehmen wollten?

Das Sylbenmaß des Messias wird noch vielen anstößigsepn. Ich sehe, cs wird eine ziemliche Zeit dazu gehören,ehe man ausgemacht haben wird, daß brutsche Heramctervor sich, und besonders zu einem langen Gedichte harmonischerund klingender sind, als deutsche Jamben. Die Fremdlingeim Homer werden sich darein nicht finden können, und manverlangt doch nichts weiter von ihnen, als daß sie eben denTon auf die Worte eines Herameters setzen, den sie auf dieWorte klingender Perioden einer Rede setzen. Einige Leserdes Homer, die etwa dem Grammatikus Christ in Leipziggleichen, werden der deutschen Sprache übelnehmen, daß sienicht die griechische Sprache ist, und dem deutschen Hexametereben die Regel verschreiben, bieder h omerische hat. Der Vers:

Uedcr die Fclscn, üc krochen und donnern und tönten von ferne-