Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
Seite
365
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Leer an Empfindung und Geist, leer des allmächtigenTriumphirendcn GötterbUcks.

Sie ist jugendlich schon, ihre Bewegungen.

Sprechen alle die GöttlichkeitIhres Herzens; und werrh, werth der Unsterblichkeit,

Tritt sie hoch im Triumph daher,

Schön wie ein festlicher Tag, frei wie die heitre Lust,

Voller Einfalt, wie du, Natur.

Ich weiß nicht, ob derjenige, dessen Schicksal mir so vielSchmerz ordnet, hier keine Glückseligkeit für mich sieht, woich so viel Glückseligkeit sehe; oder, ob er vorher sieht, daßich die Freuden der ersten Umarmungen auszuhalten nochnicht fähig seyn werde, und daß er mich also erst ruhigerwerden lassen will. So viel weiß ich, daß ich auf seinenewigen Tafeln nicht den leisesten Zug hindern kann, und daßich viel Beruhigung, insonderheit jetzt, da ich dieses schreibe,darin finde, daß ich mich ihm unterwerfe; und daß ich der-jenigen, die ich so unaussprechlich liebe, die allerreinste Glück-seligkeit, auch wenn sie mich nicht wieder liebt, ans vollemHerzen wünsche.

Sehen Sie, ich mache Sic zum Vertrauten meiner ge-heimsten Gedanken. Meine übrigen Freufide wissen gar nichtsvon meinen Schmerzen. Selbst meinem liebsten Schmidthabe ich sehr wenig davon geschrieben.

Ihren Vorschlag mit der Subskription habe ich meinenFreunden nach Leipzig mitgetheilt. Ich getraue mich, ansOstern mit dem IV. und V. Gesang fertig zu seyn. Dieersten fünf Gesänge konnten einen Band ansmachen. Aberhaben Sie nicht bei Ihren Zweifeln selbst noch ein zu gütigesVorurtheil für unsre Nation's Ich glaube, daß man sie oftaufwecken müssen wird, eh sie nur merken, daß ein Messias