Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
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ihn, seiner Bescheidenheit zu schonen, nicht nennen. Wirsanken ihn in seinem Hause nicht, unterdeß hielten wir unsdoch einige Zeit in demselben auf, um von seiner Frau zuerfahren, in welcher Gegend des Feldes er wäre. Wir trafensie in einer Stube an, die reinlich und so meublirt war,daß vielerlei Sachen in einer gewissen Ordnung bei einanderRaum hatten. Dies; war schon Ein gutes Vorurtheil, daswir für ihn bekamen! Nachdem seine Frau, ein Weib voneinem offnen heitern Gesicht, und um die zwei rothe, rundeKinder, ihre jüngsten, waren, uns bedeutet hatte, wo wirihren Mann antreffcn würden, so gingen wir aufs Feld, ihnaufzusuchen.

Ich kann gar nicht begreifen, wie man sich so viele Mühegeben kann, einen Bauer kennen zu lernen.

Gedulden sich Ew. Gnaden nur ein wenig. So viel kön-nen wir unterdeß Denenfelben vorläufig sagen, daß, wenn Sieviele solcher Bauern auf Ihren Gütern hätten und dieseBauern Eigcnthümer einiger der Aecker wären, die sie be-arbeiten; so würden Ew. Gnaden Ihre Töchter noch reicherausstattcn, oder wenn Sie hierzu keine Neigung haben, nochmehr-am Spieltische verlieren können.

Wir hatten uns vvrgcstellt, daß der Bauer, von dessenEinsichten und nützlichen Arbeitsamkeit wir so viel Gutes ge-hört hatten, schon ein Mann bei Jahren wäre. Allein wirfanden einen jungen Manu vou ein und dreißig Jahren.Denen, die vielleicht darüber erschrocken sind, daß er auchBücher liest (das kleine Buch: von der Liebe zum Vaterlandehat ihm besonders gefallen) denen muß ich sagen, daß er vielgesünder und stärker ist, als die seeländischen Bauern ge-wöhnlich sind, daß er breite Schultern und Hände hat, denenman die Beschäftigung mit der Pflugschar ansieht. Er schien