Nachricht von einem dänischen in demAckerbau sehr erfahrnen Landmanne.
Aus „dem Nordischen Aufseher." 3- Bd. 147. St.
Die einfachen Vergnügungen des Landlebens kommen nunmit dem Frühlings zurück. Die gelindre Luft, der heitereHimmel, die Felder, welche uns künftige Erndten zu ver-sprechen anfaugen, die frohen Gesichter derjenigen, welchedieß alles zu genießen wissen, vereinigen sich, um uns denlärmenden Winterfreudcn zu entziehen, und uns denjenigenFreuden wieder zu geben, welche der Antheil des gefundenund oft unfchnldigcrn Landmannes sind.
Wie auch einige Städter die Stirne dabei runzeln mögen,so kann ich mich doch nicht enthalten, etwas von einem Be-suche zu erzählen, den ich den schonen Frühlingstag, den wirzuletzt hatten, mit einem meiner Freunde auf dem Landeabgelegt habe. Wir hatten schon Verschiednes von einemgewissen Bauer gehört, der nicht weit von der Stadt wohnt,und wir machten uns keine kleine Freude daraus, ihn auf-zusnchen. Weil der Mann unter andern Eigenschaften auchdie hat, daß er Bücher liest, und es leicht kommen könnte,daß ihm dieses Blatt in die Hände fiele, und er aus dem-selben herausstudirte, wovon die Rede wäre, so wollen wir