Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
Seite
330
Einzelbild herunterladen
 

330

zwar anfangs ein wenig verwundert über nnsern Besuch zuseyn; allein er faßte sich bald, weil cs ihm Vorkommen mochte,daß er ihn verdiente.

Fast das erste, was er sagte, war, uns seine Liebe znmKönige und seine Freude über desselben Regierung zu bezeu-gen. Hierauf sagte er VerschiedncS zum Lobe der Bauernseines Dorfs, ob man gleich weiß, daß diese allerhand wun-derliche Urtheile von ihm gefällt haben. Er begleitete unszu dem Prediger, einem Manne, der mit einer gewissenhaf-ten Amtsführung viel Kennrniß und Ausübung der Land-ökonomic verbindet. Dieser versicherte uns, daß cs ein Thcilseiner Glückseligkeit wäre, sich mit diesem Bauer alle Sonn-tage einige Zeit zu unterhalten. Der Bauer hat seinen Hofseit zehn Jahren. Da er viel mehr Theorie des Landbau'shat, als ihm sein Vater und seines Vaters Nachbarn hinter-lassen haben; so bereitet er seinen Acker so gut zu, daß ervor den andern einen sehr merklich verschiedncn Nutzen davonhat, oder vielmehr, daß er der einzige im Dorfe ist, deretwas besitzt. Er pflügte im Anfänge so sorgfältig und sotief, daß die Pferde dadurch litten, weil sie nicht daran ge-wöhnt waren. Seine Nachbarn triumphirten darüber, daßer seine Pferde verdorben hätte. Sie waren auch von derMeinung, daß er Gott versuchte. Hierauf, da es gut ging,behaupteten sic, daß er den Kobold hätte. Ich sagte ihm, daßer den Kobold in den Händen habe, und er dankte mir miteinem vergnügten Lächeln.

Ich weiß gewiß, daß einige Besitzer von Landgütern schonmehr als einmal bei meiner Erzählung gegähnt haben; un-terdeß kann ich doch nicht unterlassen, noch hinznzusetzen, daßmich der gute Bauer so sehr für sich entnahm, daß ich mehrals einmal und sehr lebhaft den Wunsch bei mir that, daß