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Ein Stolzer, der Verstand und Lebensart hätte, würde esbeinah eben so machen. Wir kennen ihn nun schon ziemlichlange. Da wir ihn bisher ganz entfernt davon gefundenhatten, durch irgend etwas schimmern zu wollen; so hattenwir zwar nicht schlechterdings entschieden, daß ihm gewisseSachen, wovon wir vieles wissen, und auf die er sich fastgar nicht eingelassen hatte, völlig unbekannt wären; aber wirhatten doch geglaubt, daß seine Einsichten in dieselben sehrunvollständig seyn müßten. Wie angenehm werden wir über-rascht, wenn wir bei einer Gelegenheit, die ihn beinahezwingt, sich über diese Materie zu erklären, finden, daß ersie mit der vollständigsten Genauigkeit auseinander setzt.Unsre Neigung, ihn für wirklich bescheiden zu halten, wirdstärker; und noch stärker wird sie, da wir sehen, daß, da ervon Einigen, die er recht sehr hochachter, auf einen gewissenGrad verkannt wird, daß er dennoch fortfährt, ihren Verdien-sten Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, und ihnen durch keineArt von Gegenscolz zeigt, daß er ihre Begegnungen empfundenhabe. Wenn wir nicht durch die falsche Bescheidenheit so oftbetrogen, und beinah argwöhnisch geworden wären; so würdenwir jetzt, ohne weitere Untersuchungen im geringsten fürnöthig zu halten, geradezu entscheiden, daß Philint einMann von sehr wahrer Bescheidenheit sey. Wir hatten bis-her mit scharfem Auge bloß auf ihn acht gegeben; nun wollenwir ihn, um völlig gewiß zu werden, auch auf die Probestellen. Wir sind bekannt gcnung mit ihm; wir können esthnn. Wir tadeln daher etwas an denjenigen von seinenUnternehmungen, welche ihm die liebsten zu seyn scheinen.Wir thnn es zwar nicht ohne Mäßigung, aber zugleich mitdem kalten Blute, mit der gründlichen Strenge, welche dieSprache der Wahrheit ist. Wird Phil int sogar diese Probe