Des guten Königs.
Nun ist der ermüdende Tag vorüber! Hat der erste schonso viel Schweiß? Aber ich will den Schweiß muthig abwaschen,und auf den großen Lohn schaun! Wie wallte mein Herzdiesem stillen Abend zu! Nun ist er gekommen! Ich willalles, was bei meiner großen, unaussprechlichen Glückselig-keit menschliche Kleinigkeiten sind, vergessen, und mich ganzin mich hinein versammeln. Und nun — nun lege ich.Großer! Unaussprechlicher! Ewiger! nun lege ich meine Kronevvr dir nieder, und lasse mein ganzes Herz vor dein Augehinströmeu! Du bist rund um mich allgegenwärtig. O wiejauchzt meine Seele, daß ich mich auf mein Angesicht werfen,und mit dem, der ewig ist, reden darf! Ich unterwiude michnicht, die Geheimnisse deiner Vorsehungen, und ihre hunderttausend Tiefen, zu ergrübeln. Aber du weißt es, v duSchöpfer und Richter der Welt, wie meine Seele noch staunt,daß du mich über deine Tausende, der ich Staub, wie siebin, zum König gesetzt hast. Vielleicht sind Engel, die vordieser Würde zitterten. Ich zittre mit ihnen! verhülle meinAuge! und werfe meine Krone nieder! Ach! es wird eingroßer Tag kommen! Laß mich denn, du furchtbarer Richter,eine beßre Krone mit Freuden niederlegen können! Du hast