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bin ich? ich? Itzt fühle ich mich noch, so ganz, so sanft, sogewaltig, so ausgeschaffen! Und Morgen! Morgen vielleicht!(warum erbarmt sich die Ungewißheit des entsetzlichen Mor-gens, und läßt ihn halb für mich künftig sepn?) Morgenwird dieses ganze Geschöpf, das sich heute noch so sehr fühlt,dieß Gebäu deiner ungedachten stillen Allmacht, o du, denich suche, und nicht finde! dieß Meisterstück! (o möchte ich'snicht kennen, noch Namen dazu haben!) morgen wird es eintvdter Körper, den man kaum würdigt aufzuhebcn, und ihnmit Erde zu beschütten; dann bald ein modernder, geschwollner,abscheulicher Leichnam; dann ein wenig Staub sepu, der un-gesehn verfliegt, bis auch, sein kleines Theilchen, in der Tiefedes unnachgcbildeten Kleinen der Schöpfung verwest, undvielleicht die Bewohner seiner Sterne mit Dünsten der Pestanhaucht! Das alles werd' ich, morgen vielleicht, aufangenzu sepn! Aber dieses Bäumchen, dieser Zweig im Schvoßeder Erde, noch schattenlos, mir diesen armen Sprößlingen,er wird den andern Frühling wieder blühn! Ist er zu größrenEntzwecken geschaffen, als ich? Wenn er das ist, so will ichihn ausreißcn, und hinwerfen, daß er verdorre, und keinenFrühling wieder blühe!.. O sUnerschaffncr!) Unerlöster!Unerlöster? Ach, wenn noch ein Schatten jenes goldnenBildes von Unsterblichkeit über meinem jauchzenden Traumeschwebte! Wenn ich noch der nachdenkende Knabe, der sanfteJüngling mit der stillen rollenden Thräne wäre, die damalsnoch über meine Wange floß, wenn mein Vater den Namendes Unerschaffnen nannte, und zu mir sprach: Du bist erstsein Sohn, dann meiner! Ach, wenn diese Tage meinerzu gewissen Sterblichkeit wiederkämen! so wollte ich noch einenBlick in dis Gegenden mitternächtlicher Träume thun, woGespenster tvdter Wahrheiten herumwandeln, und sich mit