Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
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wunderbarem Blute färben! Was zitterst du für Gedanken,Nerven! oder Gehirn, oder Lebensgeist! oder wie du sonstheißest! Du Gestern! Du Augenblick! Noch einer vielleicht. du Nichts! Oder, damit ich doch etwas bleibe, du Etwas,das unendlich klein, dicht an's Nichts hin, zertrümmert ist!O, wenn dort erst mein letzter Staub verweste, und den Fluchder Schöpfung, den Tod, weit um sich her, auch dort ver-streute! so fühlte ich diesen brennenden Widerspruch, diesesquälende Gezänk zwischen Tod und Unsterblichkeit in mir nichtmehr! Ach, dieses weit ausgewvrfnc Loos aller Gebohrnen,aber nur derer, die gen Himmel sehn, und weinen können;nicht jener, die, begnadigter, über dem Staube kriechen,oder unter der Wolke am touvollen Wipfel hangen, und,vielleicht! dem Schöpfer singen; wenn es anders so etwasist, als was die Menschen Wahrheit nennen, daß Er Töne,und was nicht vielmehr, als Töne ist, Gedanken dazu, ver-langt!... doch ich will meine Qualen hemmen! Ist Ließ dieStunde der Stille? die Stunde der Betrachtung, nach derich so seufzte, und die so selten zu mir zurück kömmt! Aber,warum seufzte ich nach ihr? Warum kömmt sie itzt so seltenwieder? Weil ich so elend bin! Ja, ich empfinde cs! ichempfinde es! Ich bin elend! Hat denn der, der jene Himmelmit diesem Lächeln froher Empfindungen (wenn sie Empfin-dungen haben!) überkleidete, hat Er mich so elend gemacht?Oder bin ich es selbst, der sich so elend gemacht hat? Ich willes heraus sagen! und es soll nicht mehr in meinem geheim-sten Herzen herumschleichen! So wenig ich es mir längerverhehlen konnte oder wollte, daß ich ganz elend bin! so wenigkann ich oder will ich mir den Gedanken ferner verbergen:daß Er anfing! und ich das Werk seiner Hand vollendete!Cr drückte mich gegen die Erde! Ich wurde zu schwer, und