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Drei Gebete
eines Freigeistes, eines Christen, und einesguten Königs.
Ans „Klopstock. Er; und über ihn" von C. F. Cramcr.Dessau 1782. 3. Th. 4«6. S.
Des Freigeistes.
Ach, wo soll ich mich hinwenden, Erstes der Wesen, daßich dich finde, daß ich dich kennen lerne, wer dn bist? daßich lerne, wer ich bin? Dieser stille Wald, diese deine Zahl-losen, deine Geschöpfe um mich her, diese Schönheit derNatur, haben in meine Seele jene Ruh' zurückgebracht, diemich, nun seit Jahren schon so selten besucht; haben in meineSeele.. Doch ach! habe ich eine Seele? habe ich eine? O,Grab, Grab! entsetzliches Grab! wird etwas Unsterblichesvon mir übrig seyn? Oder nimmst du mich ganz? Ganz,wie ich mich itzt fühle? du fürchterlicher, aufgeworfnerStaub! du Verwesung! Und dann sollen jene Sonnen nochrollen? Und diese Lüste noch athmen? Die sind besser, alsich? O, Wesen! Wesen! Erster! Namloser! wer bist du? wer