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die keiner allegorischen Bedeutung fähig sind. Wollen wirsie uns als historisch denken; so muß uns gleich cinfallen,daß sie Phantomen des Aberglaubens waren. Wir habenalso sehr unbestimmte Vorstellungen davon. Und kann mansich für ein unbestimmtes Objekt interessireu? Gleich-wohl hangen die Künstler noch immer an der Mythologie.Die vornehmste und fast einzige Ursache hiervon ist ihreNeigung Nacktheiten zu malen. Wenn sie nicht fürchteten,durch gewisse Nacktheiten, verführende Eindrücke zu machen;so sollten sie sich doch wenigstens schämen, daß sie nichtsNeues sagen, und Wiederholungen, welche die Griechen schonangefangen, und die Römer und die Neuern so lange fort-gesetzt haben, noch itzt wiederholen. Ich kann's nicht genugausdrücken, wie unbeschreiblich kalt mich diese Vorstellungenlassen. Wenn sie von einer Meisterhand ausgeführt wordensind; so sehe ich zwar einen schönen Leib; aber ich wollteauch eine Seele drin haben.
Ich komme zu den biblischen Werken zurück. Sie solltendas Genie und die Hand selbst desjenigen Meisters, der dasUnglück hätte, ohne Religion zu scyn, vornämlich beschäftigen,weil sie so sehr interessant sind. Welch ein weites Feld, dasaber noch größtentheils ungebant ist. Wenn man die Stückeabrcchnet, die bloße Wiederholungen sind, wie viele rührendeSituationen und Zeitpunkte sind noch uuansgcarbeitet.Vielleicht wage ich's in einem der folgenden Blätter einigeneue Entwürfe zu geben. Dieses und noch ein künftiges Hab'ich zu einer kurzen Beurtheilnng einiger bekannter Werkebestimmt.
In einem Gemälde, das die Familie Jesu vorstellt,beschäftigt Raphael die Elisabeth zu sehr damit, daß sieihrem Sohne die Arme hält, damit er die Hände gegen das