Druckschrift 
10 (1844)
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so har sie auch, um die augezeigte Absicht zu erreichen, nichtanders als sehr gezwungen seyn können.

Cs ist wahr,das Rubens der Vorzüglichste unter dengroßen Malern ist, der sich auf den unbetrctneu Weg derallegorischen Malerei gewagt hat," allein, was wir anRubens am meisten bewundern, ist gewiß die Vermischungallegorischer Personen mit historischen nicht. Er kann unshier eben so wenig gefallen, als uns Milton gefallen kann,wenn er die Sünde und den Tod mit den wirklichen Per-sonen, den Engeln und den Menschen zugleich handeln läßt.Solche Zusammensetzungen sind sehr gute Erempcl zu derbekannten Stelle aus dem Horaz:

Dolyliiiiui» sUvls appingunt.

Der Künstler hat ein Werk nöthig, welches aus derganzen Mythologie, aus den besten Dichtern alter undneuer Zeiten, aus der geheimen Weltweisheit vieler Völker,aus den Denkmalen des Alterthums auf Steinen, Münzenund Gcräthcn, diejenigen sinnlichen Figuren und Bilderenthält, wodurch allgemeine Begriffe dichterisch gebildetwerden."

Die Mythologie gehört hier nicht her. Wenn wir denHomer lesen, so sehen wir seine Götter als Personen an,die von den Heiden für wirklich sind gehalten worden. Siesind also, in so fern wir uns an die Stelle der Griechensetzen, welches wir bei der Lesung des Homer thun müssen,historische Personen für uns. Sie werden freilich nichtvöllig historische Personen für uns, weil wir sie nichtglauben; unterdeß sind sie doch von ganzen Nationen geglaubtworden, und dieß ist zu einem gewissen Grade vvnAn-theil, den wir an ihren Thaten nehmen, zureichend. Nichtallein der Umstand, daß sie von ganzen Nationen als wirklich