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an ihren Meisterstücken nicht allein die schönste Natur;
sondern noch mehr als Natur.-" Wenn es noch Natur
ist, verschleime zerstreute Schönheiten mit Unheil in EinemBilde zu vereinigen; so sehe ich nicht recht ein, was dieseidealische Schönheit, dieses noch mehr als Natur seyn soll.Doch vielleicht könnte man einen höhern Grad desjenigenVortrefflichen, das wir gesehen haben, so nennen. Auf diesenStufen über der schönsten Natur würde ein Künstler aufund niedersteigen, der es unternähme Engel zu bilden.
„Das allgemeine vorzügliche Kennzeichen der griechischen„Meisterstücke ist eine edle Einfalt, und eine stille Größe„sowohl in der Stellung als im Ausdrucke."
„Alle Handlungen und Stellungen der griechischen Figuren,„die mit diesem Charakter der Weisheit nicht bezeichnet,„sondern gar zu feurig und wild waren, verfielen in einen„Fehler, den die alten Künstler Parenthyrsos nannten."
Cs kömmt bei den Künsten überhaupt sehr darauf an,daß die Meister in denselben die feine Linie de-s Schöne»finden. Unterdeß ist der Parenthyrsos meistenthcils viel eherzu entdecken, als wenn die stille Größe ein wenig zu ruhigist. Raphaels Christus am Oelberge hat mich zu dieser An-merkung veranlaßt. Er hat nichts von dem, was die Schriftso stark ausdrückt, indem sie sagt: Und cs kam, daß er mitdem Tode rang, und heftiger betete.
„Die Geschichte der Heiligen sind seit einigen Jahrhun-derten der ewige und fast einzige Gegenstand der neuern
„Maler.-Hierauf wird vorgeschlagen, mehr allegorisch
„zu malen, als bisher geschehen ist."
Die beiden Hauptfehler der meisten allegorischen Gemäldesind, daß sie oft gar nicht oder doch sehr mühsam verstandenwerden, und daß sie, ihrer Natur nach, uninteressant sind.