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werden. Wenn nnn auch unsre Lieblinge von Werken, dievornämlich durch moralische und denn auch durch andreSchönheiten diese Unsterblichkeit verdienen, wenn sie, wie eswahr ist, von diesen Werken nicht leben können; sind siedeßwegen weniger schätzbar? Wenn wir unsern Uoung selbsteurem Raphael, mit Recht vorziehn, weil der erste dermenschlichen Gesellschaft mehr genützt hat, als Verletzte; ver-dient der vortrefflichere diesen Vorzug deßwegen weniger, weilgewisse Nebenumstände da sind, die den andern durch seineArbeiten reich gemacht haben? Denn so lächerlich es seynwürde, sich wider die Neigung, Geld zu gewinnen, über-haupt zu erklären; so klein und erniedrigend würde man voneuch und uns denken, wenn man unsern Werth mit diesemMaße messen wollte.
Als die Philosophie ihre und ihrer Freundinnen Sacheauf diese Art vertheidigt hatte, so erwarteten beide Theileden Ausspruch ihres Richters mit einer Unruhe, die Vir-gil unnachahmbar und unübersetzlich beschrieben hat, wenner sagt:
, ti'epiilkmtiL tiauril
Lorcl-r povor pnlsans lauilumqu' ocreem eupiäo.
Cs schien, als wenn der Geschmack über die Art, aufwelche er sein Urtheil sprechen wollte, nachsänne. Dieß kamnickt daher, daß er ungewiß war, welcher Parthei er denVorzug derjenigen Schönheit geben sollte, die, so reizend sieauch an sich selbst ist, doch nichts anders, als die Aufwärterinder viel crhabnern moralischen Schönheit seyn soll; da, aufder andern Seite diese Urheberin der wahrsten menschli-chen Glückseligkeit nichts geringers als eine Grazie zur