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derjenigen erhabnen Religion ganz unwürdig, durch derenHülfe sie unterrichten und rühren soll. Die Lieder, die ganzeVersammlungen zur Andacht entflammen sollten, sepn, wennes möglich ist, noch platter, und der entzückenden Religionnoch unwürdiger. Es stehen keine rechtschaffnen Männer auf,die in andern Gedichten, aus jener reichen Quelle der Offen-barung schöpfen, und die Seele auf diese Art an ihren ganzenWerth, und an ihre Unsterblichkeit erinnern.
Wird einer solchen Nation nicht sehr vieles zu ihrer Glück-seligkeit fehlen?
Und gleichwohl fehlt ihr nichts, als einige wenige Bücher.Unsre Gegnerinnen sahen in ihrer Vertheidigung die Bücherin einem sonderbaren Gesichtspunkte an. Und gleichwohlkönnen diese Bücher die Seele mit mehr und schönern Bil-dern anfüllen, und das Herz zu lebhafter« und fcinern Em-pfindungen fortreißen, als ihr jemals hervorznbringen fähigsepd. Aber vielleicht mißfällt euch an den Büchern am mei-sten, daß sie länger, als eure Werke, dauern. Es ist mind-stens eurer Aufmerksamkeit nicht ganz unwürdig, daß vonder griechischen Nation, die so sehr aufgehört hat, eine Nationzu sepn, daß die itzige ihren Namen nicht mehr sichren sollte,fast nichts wichtiges, als Bücher übrig geblieben ist. Ohnediese würden wir kaum wissen, daß sie da gewesen wäre. DieWerke, die ihr unter dieser Nation hervorgebracht hattet, sindmit ihr vergangen; und nur selten entdecken wir einige Ruinendavon. Unser Horaz sagt, und ihr werdet gestehen, daß erwahr geredet habe, er sagt von seinen Werken: Ich habeein Denkmal vollendet, das daurender, als Erz, und erhab-ner, als die königliche Pracht der Pyramiden ist; das wederverzehrende Regen, noch wüthende Winde, nicht die Reihenunzählbarer Jahre, nicht die Flucht der Zeit, zerstören