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10 (1844)
Entstehung
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gewisse angenehme Vorstellungen und Empfindungen, die nachden Graden der Lebhaftigkeit, der Feinheit und der Stärke,die sie haben, die verschiedncn Grade des Schönen bestimmen.Wenn wir thcils erweisen, daß wir eben die Eindrücke, dieihr macht, sehr oft mit mehr Feinheit, mit mehr Lebhaftig-keit und nicht selten mit größrer Stärke zu machen wissen;theils auch daran erinnern, daß von dem, so schon vorgestelltwerden kann, so vieles ist, das eure Sprachen auf keine Artauszudrücken fähig sind: So werdet ihr uns zngestchen, daßwir nicht wenig Recht auf den Vorzug der Schönheit haben.

Diejenige unter euch, die nichts fürs Auge arbeitet, kannzwar vieles sagen, was die übrigen nicht sagen können; dasie aber wieder vieles von dem, was die übrigen vorstellen,nicht ansdrückcn kann: So hebt sich's gegen einander auf,und sie bleibt so eingeschränkt, als die übrigen.

Ihr arbeitet für die Einbildungskraft und fürs Herz; wirauch. Wir wirken unmittelbar auf dieselben; ihr durch dieHülfe der Sinne. Dieser Umstand, der euch so vortheilhaftschien, ist euch, in einer gewissen Betrachtung, nachtheilig.Die Seele bleibt hier zu sehr an den sinnlichen Vorstellungenhangen, als daß sie sich den Beschäftigungen der Phantasieund der Leidenschaft mit dem Feuer sollte überlassen können,mit dem sie es bei uns kann, da wir unmittelbar auf siewirken.

Aber wenn auch dieß nicht wäre; mit welchen neuen Um-ständen und Bestimmungen, mit welchem ganz andern Schwünge,wissen wir die Gegenstände der Einbildungskraft, die in eurerSphäre liegen, vorzustelleu! Könnt ihr uns durch irgendeine Art von Abbildung oder von Harmonie, auf allen denStufen nachsteigen, auf denen wir uns erheben? Und, inAbsicht aufS Herz, wer hat jemals, bei einer Statue oder