Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
Seite
243
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Arbeiten hervorzubringen, nicht von eben der Hoheit, undvon kleinerm Umfange, als das Genie und die Einsichten sind,die zu unfern Werken erfvdert werden. Wenigstens könnenwir diesen Stolz, mit dem ihr euren Vorzug vor uns behaup-tet, aus keiner andern Ursache herleiten. Wir haben dieseeingeschränkte Art zu denken so wenig, daß wir dasjenige,was ihr für eure Sache noch hättet anführen können, hinzn-thun wollen.

Der Eindruck, den die Religion auf jeden rechtschaffnenMann macht, kann durch euch vergrößert werden.

Die Bildhauerkunst und die Malerei reizen dieAndacht durch die Bilder, die sie auS der heiligen Geschichtenehmen und damit die vornehmsten Meisterstücke der Bau-kunst ausschmücken. Die Arbeiten der Kupfcrstecher-kunst werden zwar zu dieser Absicht nicht gebraucht; alleindieß benimmt ihrem Verdienste nichts, welches sie um dierührende Vorstellung der Begebenheiten der Religion habenkann. Und zu welchen Empfindungen würde die Seele vonder Musik erhoben werden, wenn sie in den Kirchen diewahre Sprache des Herzens und der Andacht zu reden undvornämlich hier ihre Stärke in ihrem ganzen Umfange zuzeigen veranlaßt würde!

Wenn wir dieser Unparteilichkeit ungeachtet, dennoch denVorzug vor den schönen Künsten zu verdienen glauben;so ist die Neigung, ihn zu erhalten, zwar auch Eine Ursachedavon: Aber es wird bei unsrer Sache doch vorzüglich aufdie Gründe ankommcn, die wir für uns anzuführen haben.

Unsre Gegnerinnen glauben schöner, als wir zu seyn. Wirverdanken es dem schnellen Urtheile unsers Richters, daß wirüber diesen Punkt unserS Streits kurz sepn können. Das-jenige, so durch die Schönheit hervorgebracht wird, sind