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10 (1844)
Place and Date of Creation
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die wir kennen, oder deren Daseyn wir vermuthen, voneiner Seite zeigt, welche die vornehmsten Kräfte unsererSeele in einem so hohen Grade beschäftigt, daß eine aufdie andere wirkt, und dadurch die ganze Seele in Bewe-gung setzt.

Wenn man mir einwirft, daß dieß eine Definition derhöher» Poesie scy; so antworte ich, daß die angenehmePoesie vieles von diesem allen thun müsse, wenn sie nichtden Namen einer versificirten Prosa verdienen will.

Ich sage: Eine gewisse Anzahl von Gegenstän-d e n. Weil es einige giebt, die, für die Poesie, in jedem Ge-sichtspunkte betrachtet, unbrauchbar sind. Unterdeß da einigebloß durch den Gesichtspunkt, in dem sie von den Meistenangesehen werde», ihre Wirkung verloren haben; so kann sieder Poet oft in einem bessern zeigen. Nur ein verzärtel-ter Geschmack liebt diese Wiederherstellung nicht.

Deren Daseyn wir vermuthen. Wenn man derPoesie engere Gränzen setzen wollte; so müßte man ihr keineErdichtungen erlauben.

-Von einer Seite zeigt. Nicht wenige Objekte haben,so gar nur Einen Gesichtspunkt, in welchem sie die Poesiezeigen darf.

Beschäftigt. Die tiefsten Geheimnisse der Poesie liegenin der Action, in welche sie unsre Seele setzt. Ueberhauptist uns Action zu unserm Vergnügen wesentlich. GemeineDichter wollen, daß wir mit ihnen ein Pflanzenleben führensollen.

Batteur hat nach Aristoteles das Wesen der Poesie mitden scheinbarsten Gründen in der Nachahmung gesetzt. Aberwer thut, was Horaz sagt:Wenn du willst, daß ich wei-nen soll; so mußt du selbst betrübt gewesen seyn!" ahmt der