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und Stärke kommen Gedankenkürze und Sprachkürze zusammen;hier findet nur die letzte statt.
5. „Durch die Wahl kleiner, und doch vielbestimmenderUmstände."
6. „Durch eine Stellung der Gedanken, daß jeder da,wo er steht, den tiefsten Eindruck macht."
7. „Durch Innerlichkeit, oder Heraushebung der eigent-lichen innersten Beschaffenheit der Sache."
Werth. Aber wenn nnn der Zuhörer diese oft sehrtiefliegende Beschaffenheit nicht kennt?
Selm. Sv lernt er sie durch den Dichter kennen.
8. „Durch Ernst. Der Dichter hat eine solche Ueber-zeugung von der Wahrheit und Wichtigkeit seiner Gegen-stände, daß man sieht, er rede vielmehr um ihrentwillen,als aus Neigung zu gefallen."
Hierdurch entsteht gleicher Ernst der Zuhörer, und dermacht, daß der Inhalt ganz auf sie wirkt.
9. „Durch herzlichen Antheil des Dichters an dem, waser sagt."
Dieß reizt zu gleicher Theilnehmung. Wer kennt dieFolgen der Theilnehmung nicht?
Dieß ist cs, wodurch die Darstellung hervorgebrachtwird.
Wenn der Dichter die Sache besser gedacht hat, als er siesagt; so hilft ihm dieß bessere Denken zu nichts. Denn aufdie Zuhörer wirkt nur das, was gesagt wird. Wenn er siedurch Darstellung täuschen will: so muß er reden; und nichtlallen, oder stammeln.
Hier kommt vornämlich zweierlei in Betrachtung: Dergenau gekannte Bedeutungsumfang der Worte: und die sorg-fältige Wahl der edlen.