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10 (1844)
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hat. Wirklich handeln darf diese Gegenstände der Dichternur dann lassen, wenn er glaubt den Zuhörer durch dasVorhergehende schon so entflammt zn haben, daß er sich audieser Kühnheit nicht stoßen werde. Gleichwohl dürfen sieniemals lange handeln. Denn man bekömmt sonst Zeit sichzn besinnen; und die Täuschung hört ans.

Unvermnthetes, scheinbare Unordnung, schnelles Abbrechendes Gedankens, erregte Erwartung, Alles dieß setzt die Seelein eine Bewegung, die sie für die Eindrücke empfänglichermacht.

Das Angeführte trägt das Seinige zur Darstellung bei;aber hervorgebracht wird sie durch Folgendes, wovon, seinerBeschaffenheit und dem Inhalte gemäß, mehr oder wenigerbei einander sepn kann.

1.Durch Zeigung des Lebens, welches der Gegen-stand hat."

Cs ist viel mehr Leben in der Natur, als der, welchernicht scharf sieht, bemerkt. Hat man's bemerkt (die kleinsteLebendigkeit ist hier nicht ausgeschlossen) so kömmt's dannvornämlich darauf an, es recht zu fassen, und ganz zn nehmen,und ja nichts Lebloses darein zu mischen; dieß letzte besondersalsdann nicht, wenn das Darzustellende nur ein wenig Leben-digkeit hat.

Daß man den Gegenstand in seinem Leben zeigen müsse,ist der erste Grundsatz der Darstellung. Denn gezeigtes Lebenbringt uns vvrnämlich dahin, daß wir die Vorstellung insFastwirkliche verwandeln.

Wenn, Schlag auf Schlag, Lebendiges Lebendigem folgt;so nimmt dadurch seine Kraft beinahe so sehr zu, als dieSchnelligkeit der fallenden Last durch den größeren Raumzunimmt.