Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
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Außer dem sm der Atheuienser, das ich erst anführte, habenwir das doppelte t oft, welches sie da zu setzen pflegten, wodie andern Griechen ein doppeltes s anssprachen.

Heiners. Mich deucht, Sie sind sehr sorgfältig bei Un-tersuchung dieser Kleinigkeiten.

Werthing. Diese Kleinigkeiten sind so gleichgültig nicht,als Sie denken. Wenn Sie Ihr Ohr nicht mit dem Wohl-klange oder Uebelklangc einzelner Töne bekannt machen; sowerden Sie niemals aufmerksam genug auf die Har-monie der Worte werden. Und diese zu haben, ist keineKleinigkeit. Ihr Ohr kann nicht auf einmal dahin kom-men, durch ein schnelles Urtheil zu entscheiden. Was hal-ten Sie von dem Klange dieser beiden Worte: Rauchdampf,Sturmwinds

Heiners. Ich ziehe Ranchdamvf vor.

Selmer. Aber mich deucht, daß Sie unrecht haben.Sturmwind hat das rechte Verhältniß des Klangs, etwasstarkes auszudrücken; Rauchdampf klingt zu stark. Dochwürd' ich, wegen der beiden,« auf Ihrer Seite sepn, wenncs Ranhdampf hieße.

Heiners. Haben Sie das Wort Ranchdampf gemacht?

Selmer. Nein Luther, unser ältester klastischer Skribent,hat es gemacht. Was ziehen Sie vor: Fittige schwebten?oder: Flügel entschwebten?

Heiners. Fittige schwebten.

Selmer. Da haben wir unfern Freund, Werthing. §rhat auf diese Sachen noch gar nicht Achtung gegeben. Ichmuß es ihm also wohl sagen, daß Flügel entschwebten, sehrschon, und Fittige schwebten, außer daß zwei i hinter ein-ander keinen schönen Klang haben, für unsre Sprache, weichklingt, in der cs einen zu großen Kontrast mit den andern