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widerspricht, gehört wird; so fallt es auf, daß dieß nichtzusammen passe. Aber nicht nur völlig widersprechendes,sondern anch merklich abweichendes Sylbcnmaß gehört, wennes viel Bedeutung hat, hierher.
Es scheint mir nicht, daß der Ausdruck, den der Ton-verhalt hat, könne übertrieben werden; aber der Aeitans-druck kann's. Man kann zu schnelle, oder zu langsame Versemachen.
Die nencrn Theoristen wissen so wenig, was der so genanntelebendige Ausdruck sey, daß sie nur den übertriebenenJeitausdruck so nennen. Die Theoristen der Alten warenauch nicht viel weiter gekommen.
Ob der Ausdruck, den der Tonverhalt hat, nicht zuweilenauch lebendig zu heißen verdiene, ist eine Frage, auf derenBeantwortung sich Viele bloß deswegen nicht werden ciulaffenwollen, weil sie kein griechischer oder römischer Kritikus ge-than hat. (Sie konnten sie nicht einmal thun, weil sic denTvnverhalt zwar wohl manchmal fühlten, aber nicht kannten.;Auch ich mag mich auf diese Frage nicht einlassen, allein auseiner ganz andern Ursache. Ich glaube nämlich, daß sie dieDichter, die alten und unsre schon beantwortet haben.
Der lebendige Ausdruck muß vornämlich auch dem Inhalteangemessen seyn. Cr ist dieß aber, besonders alsdann nicht,wenn jener nicht wichtig genug ist, um durch so etwas Her-aushebendes, als der lebendige Ausdruck hat, unterschiede»zu werden.
Es ist überhaupt nicht leicht, die Bewegung des unge-lrennten Sylbenmaßes ihren Tanz so halten zu lassen, daßman sie in Wendungen leitet, die weder Anstrengung nochSchwäche zeigen, und den Aeitausdrnck und Tonvcrhalt mitgleichem Schritte fortführt; oder da, wo nur der eine von