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In dem Verse:
Da Waldströmc durch Fclskluste sich hcrwälztcn.hören wir, dem Tonverhalte nach, das Gehinderte der Be-wegung, und dem Zeitausdrucke, ihre Langsamkeit.
Ferner in diesem:
O Wehklage, die aiifsicigcud t'vm Abgründe,dem ersten nach, Unruh der müden Qnal, und dem zweiten,das Langsame dieser Ermüdung.
Wenn das Sylbenmaß dem Inhalte nicht angemessen ist(so oft ich vom Angemeffnen rede, begreife ich den Scheinmit darunter); so verliert es, weil es, unterstützt vom In-halte, nicht Bedeutung genung hat, das meiste von seinerWirkung. Und es ist auch gut, daß dieß geschieht. Dennsonst würde man die Abweichung zu sehr bemerken.
In dem angeführten Falle Hort man nur so obenhin aufdas Sylbenmaß. Es ist dann Nebensache, auf die man alleinin so fern achtet, als man an allem, was durch BewegungLeben zeigt, Geschmack findet.
Man sieht, daß ich hier nicht von denen rede, welche mirder Theorie des Sylbenmaßes bekannt sind. Denn diese habensich angewöhnt, auf den Vers genau acht zu geben; und ihnenmackt er er auch ohne Rücksicht auf das, was er ausdrückensoll, Vergnügen. Daher die Ausrufe über die schönen Verseder Alten überhaupt. Und gleichwohl sollte man bei denenVersen schweigen, die ihren Gang für sich gehn, und denInhalt seiner Wege gehn lassen.
Das nicht angemessne, oder getrennte Sylbenmaß miß-fällt, wenn es so starke metrische Bedeutung hat, daß esdurch die Trennung nicht genung von seiner Wirkung verliert.Wenn z. E. viel Abstechendes des Tonverhalts, oder großeLangsamkeit des Zeicausdrucks mit einem Inhalte, der diesem