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entstehen. Dort verwandeln wir das Zeichen erst in dasBezeichnet; hier dünkt uns die Bewegung gerade zu dasdurch sie Ausgedrückte zu seyn. Diese Täuschung muß demDichter eben so wichtig seyn, als sie ihm vortheilhaft ist.
Bedarf Jemand noch Ueberzengung, daß, wer die Wir-kungen des Sylbenmaßes läugnet, nicht eben, wie es Fischartnennt, sonderlich vhrenzart se»; so kann ich vielleicht fol-gende Bemerkung zurecht weisen.
Der Takt ist etwas sehr Hörbares; (oder wird auch hierangezweifelt?) gleichwohl schallt über seine Bewegung, wohl-verstanden, daß sie sich gut anschmiege, die Wortbewegungsehr merklich hervor. Ich meine hier nicht die Sylbenmaße,die mit dem Takte Einen Schritt halten, sondern ganz andre:z. E. diese beiden lyrischen Verse in Viervierteltakte:
Das Sylbenmaß kann nur in dem Grade wirken, inwelchem es dem Inhalte angemessen ist, oder scheint; dasletzte, weil das Gefühl und die Einbildungskraft des Zu-hörers sehr geneigt sind dem Sylbenmaße fortzuhelfen.Gleichwohl ist auch hier das Seyn dem Scheinen vor-zuziehn.
Aber der Dichter kann sich bei diesem zur Sache gehörigenmetrischen Ausdrucke nicht immer genung thun. Zwei Ur-sachen, davon die erste seltner, und die zweite gewöhnlicherist, hindern ihn daran. Es giebt nämlich einige poetischeGedanken, für welche das Sylbenmaß keinen Ausdruck hat;und dann muß er die dem Sinne nach ausdrückendstenWörter und Wortstellungen, denen aber oft die passendeBewegung fehlt, not Hw endig wählen. Denn er darf dasWichtigere dem weniger Wichtigen nicht aufopfern.