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würden, wie sie treffen, wofern sie der Numerus nickt mitsich fortrisse.
Wenn die Theile des Großen, sagt Longin, von einandergesondert sind; so zerfällt mit ihnen das Erhabne: wenn sieaber wie in Einen Leib vereint, und durch das Band derHarmonie zusammen gehalten werden; so bekommen sie ebendadurch erst ihren rechten Klang, und uur im Perioden trägtalles das Seinige zur Erhabenheit bei.
Wir werden von Natur durch die Harmonie nicht bloßüberredet und vergnügt; sondern auch zum Großen und zurLeidenschaft fortgerissen. Welche Wirkungen Flöte und Leyerauch auf uns haben, so ahmen sie doch nur unvollkommennach, und sind keine wahre der menschlichen Natur gemäßeTriebfedern, wenn es auf die Ucberredung ankömmt. Wirkönnen also nicht zweifeln, daß die Zusammensetzung, die einegewisse Harmonie der Worte ist, welche dem Menschen an-geboren sind, und ihm auch in die Seele, nicht ins Ohr alleindringen, eine Harmonie, die mannichfaltige Bilder der Be-nennungen, der Gedanken, der Sachen, der Schönheit, desEbenmaßes, kurz alles dessen in uns erweckt, was von unsrerGeburt an auf uns wirkte; die zugleich mit der Mischungund Abwechselung ihrer Töne die Leidenschaft des Redendenin die Herzen derer, die um ihn sind, ergießt, und sie zurThcilnehmung bringt; die durch die Verbindung der WorteGroßes mit Großem wie in ein Gebäude vereint, daß dieseZusammensetzung uns einnehme, uns mit Kraft und Würdeund Hoheit, mit alle dem, was sie in sich begreift, erfülle,und unsre ganze Seele beherrsche!
In folgender vortrefflichen Stelle Demosthens: — "
die Harmonie auf keine Weise unter dem Inhalte. Sie