145
beinah nur dadurch, daß er Füße von vielen langen Sylbenbraucht. Dieser Mann hat durchgehends eine gewisse Größe,und zu dieser gelangt er, wo nicht allein, doch vornämlichdurch diese Zusammensetzung.
Wenn man die Prose ein wenig metrisch wendet; so machtuns dieß Vergnügen, und aus diesem Vergnügen entstehtunvermerkt Anmuth. Man findet diese Art der Ausbildungoft bei den Peripatetikern, Platon, Xenophoncn, und Hero-Voten; mich deucht auch uicht selten bei Demosthenen; aberThucydides vermeidet sie.
Es ist unsrer Seele, sagt Cicero, nichts so nah ver-wandt, als Numerus und Klang. Sie ermuntern und ent-flammen und besänftigen uns; durch sie schmachten wir hin;sie bringen uns zur Freude oder zur Traurigkeit. Ihrehöchste Stärke gehört für Gedichte und Lied.
Fragt man: Welchen Zweck der Numerus des Rednershabe? so antwort' ich: Das Vergnügen. Wenn er daraufsehen müsse? Imnter. Wo? In der ganzen Folge der Worte.Was jenes Vergnügen hervorbringe? Nichts anders, als wases in den Versen hervorbringt, deren Maß die Regel kaumanzuzeigen braucht, weil es die Ohren durch ihr schnellesUnheil von selbst und ohne Regel bestimmen.
Man setzt den Päon nach Aristotelen, Theophrasten, Theo-dekten, und Ephoren sehr gut im Anfänge, in der Mitte,und auch am Ende des Perioden, wo ich gleichwohl denKretikus vorziehe.
Der Dochimus -^ —) schickt sich für jede Stelle
des Perioden; aber er muß nur Einmal Vorkommen. Dennwiederholt nimmt er sich zu sehr aus.
Die Feldherren brauchten, wenn sie das Heer anredeten,vvrnämlich den Anapäst.
kloxstvck, vermischte Schriften.
10