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Falle, daß man durch sie veranlaßt würde seine Meinung zuändern, mir so gar meine Sorgfalt nichts zu übertreibenanrechnen müßte?
Wir können hierüber nichts ausmachcn, ohne die Altenselbst zu hören. Sie reden in dem, was ich von ihnen an-führen werde, meistens vom Numerus, oder dem prosaischenSylbenmaße; allein was von diesem gilt, das gilt nochmehr vom poetischen. Ich lasse mich hier ans die Beurthci-lung der Alten nicht ein, weil ich sie nur in der Absicht an-führe, daß man ihre Meinungen kennen lerne.
Auch in der Rede, sagt Dionys, ist etwas Musikalisches,welches, nur dem Grade, aber nicht der Beschaffenheit nach,von dem unterschieden ist, das der Gesang und die Instrumentehaben. Denn auch die Worte haben ihre Modulation, ibreBewegung, ihre Abwechselung, und ihr Schickliches. DasGehör wird durch diese Modulation vergnügt; durch die Be-wegung fortgeriffen, verlangt nach der Abwechselung, undliebt vornämlich das Paffende.
Dieß sind die Dinge, welche der Rede vorzüglich Schönheitund Anmuth geben. (Unter der Schönheit begreift er dasGroße, Nachdrückliche, Ernstvolle, Würdige, und Ueberredende).
Durch edle Füße, und die eine gewisse Würde und Größehaben, entstehn Würde, Stärke, und Pracht in der Bildungdes Perioden.
Diejenige Art zu schreiben muß nothwendig schön seyn,die durchgehends aus schönen Füßen besteht. Davon findenwir in Platon unzählige Beispiele. Er ist ungemein glücklichin der guten Stellung und Verbindung der Füße. Wäre erso stark in der Wahl der Wörter, als er unerschöpflich istsie gut zu verbinden; so überträfc er Demvsthencn, odergliche ihm wenigstens an Schönheit des Ausdrucks.