Eile dahin, wo die Lau;' und das Schwert !m Gcdräng dich er-warten ;
Hör' den Klagcto», und schau die Wunden des Freundes,hat der letzte vier Zeiten weniger, als der erste, undgleichwohl dauert er uns länger. Sv wenig bekümmert sichdas Ohr darum, ob man's hier in Momente theilen, unddann berechnen könne.
Aber mindstens, sagt man, wurde denn doch auf dieseGleichzeitigkeit bei gewissen freieren Versarten der Altengesehn. Man hatte da die Erlaubniß z. S. ^ " für: - -
zu setzen, weil: ^ ^ so lange dauert als: -.
Gewiß nicht, antwort' ich, wegen dieser Dauer, die, derWirkung nach, nicht gleich ist; sondern nur, damit die freieVersart wenigstens einige Einschränkung hätte, und nichtnach völligem Belieben Herumschweifen könnte; damit man,in unserem Falle, für: ^ - nicht auch: v, oder gar: - - -
setzen dürfte.
Ich weiß wohl, daß man diese Bemerkung in den altenScholien nicht antrifft; aber ist sie denn aus dieser Ursachweniger gegründet? Und war sie den Dichtern, welche in denfreieren Sylbenmaßen schrieben, etwa deswegen unbekannt,weil sie es den Scholiasten war?
Wenn wir Längen und Kürzen hören; so macht das Ohrdie Berechnung, auf welche sich die erwähnte Gleichzeitigkeitgründen soll, so wenig, daß es nicht einmal eine andere hierviel natürlichere macht, nach der man die Kürze, als dieHälfte der Länge, ansehn kann.
Die Sylben sind die Theile des Worts. Wenn wir die-ses viersilbige Wort: - ^ ^ - Donnergesang hören, sohören wir vier Theile eines Ganzen, und nicht sechs; unddieß müßten wir doch, wenn jene Berechnung eine Sache