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10 (1844)
Entstehung
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124
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auch oft machen, der aber den Vorzug hat, daß er entschiedenschnell ist.

Aber cr kam bcglcitct naher rvi» Rufe der Sieger.

Es ist denn doch, deucht mich, so etwas, die Griechenin der epischen Versart zu übertrcffen. Sie sagen vonder ihrigen, daß sie die schönste unter allen se», die maukenne, und daß sie Apollo erfunden habe.

Vielleicht lernt man bei uns erst alsdann recht, was dießUebertreffen sei), wenn die Ausländer einst cinsehn, daß siedurch ihre Verse fürs Auge <den Reim abgerechnet, deraber ein sehr unmctrisches Ding ist,) weit hinter uns sind,und sich dann auch an Verse fürs Ohr wagen.

Aber werden sie dieß auch tlum dürfen? Denn es ist eingewisser Punkt, ich meine die genaue Beobachtung der Syl-benzeit, in dem es schon sehr schwer ist den Griechen nurgleich zu kommen. Ich weiß nicht, ob ihnen der Muth stei-gen oder sinken wird, wenn sie dieß nicht zu können glauben,und zugleich hören werden, daß die Deutschen den Griechenhier zuvor gekommen seyen, und dieß noch dazu ineiner Sprache, die beinah die Hälfte mehr Schwierigkeit beiBildung des Verses antreffe, als die griechische, und außerdem noch nach strengeren prosodischen Regeln, als bis dahinselbst der Grammatiker gekannt habe.

Au der Zeit, da dieß durch Beispiele gezeigt wurde, fielman mit allerhand Angreifereien über die deutsche Quantitäther. Es macht Vergnügen, daß man sich dabei vornämlichdarauf einschränken mußte, sich nicht an ihre eigentliche Be-schaffenheit, sondern nur an die Formen der Längen undKürzen zu wagen, und daß man sogar hier nicht fortkommenkonnte. Aber Schadenfreude, die bei einem Anlasse dieserArt sehr erlaubt ist, macht cs, daß zu der Aufnahme der