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seit Opitzen Sylbenmaße gehabt. Aber die Einförmigkeitderselben, der dadurch entstehende immer gleiche metrischeAusdruck, (dieß wird bei länger» Gedichten auffallend, beikürzen: bemerkt man's weniger) und beinah noch mehr, daßviele poetische und oft sogar noch unentbehrlichere Wörterdurch sie unbrauchbar werden, könnte den Wunsch veranlassen,daß unsere Dichter möchten sortgefahren haben, diesen Syl-benmaßen die Sylbenzahlen vorzuziehen.
Was aber, sagt man, wenn das so ist, mit so vielenausländischen und inländischen vortrefflichen Dichtern machen?Sie lesen. Wenn sie recht vortrefflich sind, so werden sieschon dafür sorgen, daß man ihren Vers darüber vergesse.
Die jetzt lebenden Deutschen haben Splbcnmaße cinge-führt, die theils nach der Alten ihren mit einigen, mich deuchtguten Veränderungen gemacht, und theils (dieß ist diegrößere Anzahl) neu, aber im Gcschmacke der Alten sind,das heißt, die die erwähnte doppelte metrische Kraft haben;eine Unternehmung, durch die zweierlei gescheht: ist: DieDichter haben für's erste die Sprache, von der ihnen durchdie eintönigen Versarten so vieles verloren gegangen war,ganz wieder bekommen; und zweitens ist dadurch der Um-fang des Ausdrucks, (die Bewegung der Wörter gehört mitdazu,) erweitert worden. Wer dieß für eine Kleinigkeit hält,der weiß nicht, was eine Sprache ist. Und ein solcher weißdenn auch nichts davon, verdient auch nicht was davon zuwissen, daß es keiner, dessen Urthcil mitwiegt, als etwasGleichgültiges ansicht, daß eine Sache, welche die Fran-zosen und Engländer, und selbst die Italiener vergebens un-ternommen haben, den Deutschen gelungen ist.
Wie es die griechischen und die römischen Dichter, undnun so lange nach ihnen die deutschen in Absicht auf die