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gelesen, worin man nicht Wo hl klang und Sylbenmaßso leicht, und so nothwendig zu unterscheidende Sachen oftmit einander verwechselt hätte. Einige mischen sogar dieQuantität mit ins Spiel, und lassen sie neue Verwirrunganrichten. Die Deutschen machen eS hier wohl so schlimmals andere; aber beinah noch schlimmer als andere machensie's, wenn sie von dem Klange ihrer Sprache reden, indemsie dieselben für gar gewaltig rauh und hart auSschreien.Wobei sie denn Vieles, und unter andern das nicht so rechtbedenken, daß sie dadurch die Ausländer ans alle Weise be-rechtigen, indem einmal angenommenen Tone immer lauterzu werden. Es ist eine rechte Lust jene von der Sache spre-chen zu hören. Sie können da kaum Worte genug finden,um sich ja recht stark anszudrücken. Obige Stelle ist einBeweis davon. Ich wiederhole sie, weil cs denn doch wirk-lich nicht wenig Vergnügen macht so etwas zu lesen.
„Die deutsche Sprache mit ihren vielen starkleibigen cin-.,vder zweisylbigen Wörtern, hinten und vorn mit rasselnden„Consonanten verpanzcrt, bei deren Niedertritt der Boden„dröhnt."
Ich merkte vorher an, daß diejenigen unter unS, dieunserer Sprache in Ansehung ihres Klanges so unhold sind,gleichwohl vieles dabei nicht so recht bedächten.
Folgendes (cs ist eine Stelle aus meiner Grammatik,)kann sie, wofern sie anders in diesem Punkte noch einigerUnpartheilichkeit fähig sind, überzeugen, daß cs eben so un-gegründet nicht ist, was ich anmerkte.
Ein Selbstlaut hat in unserer Sprache gewöhnlich zweiMitlaute zu Begleitern, die bald durch ihn getrennt werden,und bald neben einander vor ihm oder hinter ihm stehen.Dieß ist die Hanpteigenschaft ihres Klanges.
öllüpstück. vnnnschle Schriften. 7