Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
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Drittel der griechischen Längen es dnrch die Kürzendehnungseyn möchten.

' Deutsche Kürze. Muß nicht nach dem bösen Scheine,den ihr manchmal die Zahl der Buchstaben giebt, sondernnach der Aussprache derselben benrtheilt werden. Ist öfterleicht, als bisher ohne Untersuchung von einigen angenommenworden ist. Denn alle unsere Veränderungssylbcn sich über-gehe die Ableitungssplben be, ge> er, ver, u. s. w.> haben,bis auf e st und eud und solche wie dert in wundert, eineleichte Kürze. Und diese bleibt, was sie ist, wenn auch dasFolgende durch Mitlaute anfängt. Selbst leichte Kürze war'also, was bei den Griechen Länge ist? Allerdings. Oderman zeige, daß die noch nicht ausgesprochene Sylbc etwasverändern könne.

Griechische Kürze. Ist öfter leicht, als die deutsche, abernicht so oft, als gewöhnlich geglaubt wird. Denn die langen Selbst-laute der Griechen und ihre Doppellaute werden oft auchkurz ausgesprochen. Außer dem macht auch der steigendeAccent die kleine Kürze zur größer». Das erste gehört zwareigentlich zum Sylbenzwange; aber gerade der Umstand, daßsich die Griechen auch denjenigen Sylbenzwang erlaubten,welcher in der gekürzten Länge besteht, zeigt sehr auffallend,daß das Urtheil ihres Ohrs, in Ansehung der leichtenKürze, so überstolz nicht war, als cs ihren Anstaunernverkommt.

Wie wichtig der Unterschied zwischen der deutschen be-griffmäßigcn Sylbenzeit, und der mechanischen der Griechensey, hört man besonders in guten Gedichten. Denn in diesenherrscht die Leidenschaft. Und die muß die Deklamation ineinem Gedichte, dessen Sprache die mechanische, Sylbenzeithat, oft an der Unrechten Stelle, und oft kann sie sie gar