Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
Seite
92
Einzelbild herunterladen
 

92

treiben lassen. Ich war indeß, in der Verstellung/ am va-terländischen Ufer, und sah seinem Schicksale mit der Theil-nehmung der bekannten Verse zu:

8uave maii magno lurbanlilms aaguora vsnlis.pl lerra inag»' alterins spaelare iaUorem.bion gnia veeari cniemg»' esl jitvnitda vninplas,

8ed, gniims ipse Malis carvas, guia eornvrs suav' esu'

Wir wollen jetzt die Sache noch einmal, obgleich mit ei-nigen Ansätzen, aber gleichwohl in kurzem übersehen:

Deutsche Länge. Ton, das Herrschende. SchnelleAussprache ihrer Mitlaute, die mit der Aahl derselben zu-nimmt. Hat eine gewisse Fülle, die dem Ohre, und derVorstellung von dem mit der Lange verbundenen Nachdruckegenug thut, Wird angenehm durch den Ton. Erleichtertdurch ihn die Stimmentragung der leidenschaftlichen Dekla-mation.

Griechische Länge. Ist gewöhnlich (vielleicht immer-tonlos. Verliert dadurch, was die unsrige durch den Tongewinnt. Hat nicht selten, wie die unsrige, viel Mitlaute.Ob man diese auch schnell aussprach, wissen wir nicht. Fülleund dadurch entstehendes Genugthun fehlt ihr wenigstensdann im hohen Grade, wenn sie, wegen eines so beschaffnenMechanischen, daß es nicht wirken kann, was es wirkensoll, eigentlich in einer Dehnung der Kürze besteht. Ichglaube nicht zu weit zu gehen, wenn ich sage, daß wohl ein

' Es ist angenehm, bei hohem Meer und wüthendem Sturme denharten Kampf eines Ander» vom Lande her zu sthen; nicht a>S ehfremdes Leide» eine so fuße Wollust wäre; sondern weil der Anblichvon Unfällen, die uns selbst nicht treffen, angenehm ist.